„Reste von gestern. Artefakte, Malerei, Objekte“

Verehrte Frau Sommer-Meyer, 

sehr geehrter Herr Prof. Dr. Beaugrand! Verehrte Gäste!

Ich begrüße Sie alle ganz herzlich auf der Vernissage zur neuen Sonderausstellung der Künstlerin Anne Sommer-Meyer unter dem Titel „Reste von gestern. Artefakte, Malerei, Objekte“. Ihnen allen, besonders der hier anwesenden Künstlerin, ein herzliches willkommen!

Sie alle wissen, dass unser sehr geschätzter Museumsleiter Dr. Martin Gesing nach einem schweren Unfall in der Klinik ist und deshalb heute nicht dabei sein kann. Vielleicht geht es Ihnen so wie mir und Sie denken heute anlässlich dieser Ausstellungseröffnung besonders an ihn. Wir haben im Erdgeschoss an der Glastür ein Plakat aufgehängt, das wir ihm als Genesungswunsch zukommen lassen wollen und ich lade Sie herzlich ein, auf dem Plakat zu unterschreiben. Ich übersende ihm von dieser Stelle alle guten Wünsche und hoffe, dass er so bald wie möglich wieder seine Aufgaben hier im Stadtmuseum übernehmen kann. 

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„Flora et Labora“ im Stadtmuseum

Verehrter Herr Henkel,

Sehr geehrter Herr Dr. Gesing!

Liebe Kunstliebhaberinnen und Kunstliebhaber!

Ich begrüße Sie alle ganz herzlich auf der Vernissage zur neuen Sonderausstellung, die dem Künstler Werner Henkel und seiner Ausstellung mit dem blumigen Titel „Flora et Labora“ gewidmet ist. Ihnen allen, besonders dem hier anwesenden Künstler, ein herzliches willkommen!

Was bekommen wir hier von heute und noch bis zum 14. Juli zu sehen? Der Titel – eine Abwandlung des bekannten Ausspruchs „Ora et labora – Bete und Arbeite“ – zeigt ja schon deutlich an, womit der Künstler Werner Henkel überwiegend arbeitet, nämlich mit allem, was ihm die Florabietet. Sein Material ist ganz überwiegend die Natur selbst. 

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Ausstellung „Brandding“ eröffnet

Verehrter Herr Schwiete, sehr geehrter Herr Dr. Rasche,

lieber Herr Dr. Gesing! Liebe Kunstliebhaberinnen und Kunstliebhaber!

Ich begrüße Sie auf der Vernissage zur neuen Sonderausstellung, die von heute und bis zum 12. Mai dem Künstler Walther Schwiete und seiner Ausstellung „Brandding“ gewidmet ist. Ihnen allen, besonders dem hier anwesenden Künstler, ein herzliches willkommen!

Wir sehen keine – im klassischen Sinne – Malerei und keine Fotografien, keine Skulpturen und auch keine Textilien wie in der Ausstellung zuvor. Walther Schwiete hat seine ganz eigenen Werkstoffe und Medien für seine Kunst entwickelt, und das ist hochspannend und abwechslungsreich. 

Wir sehen Tafeln aus Polyethylen, geätzten Styropor oder gebrannte Stempelabdrucke auf Sperrholz.

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Ausstellungseröffnung Inge Gutbrod: Last night I dreamed of falling sundrops

 

Verehrte Frau Gutbrod,

sehr geehrter Herr Dr. Trescher, sehr geehrter Herr Dr. Gesing!

meine sehr geehrten Damen und Herren! Liebe Kunstliebhaberinnen und Kunstliebhaber!

Licht und Wachs – das sind die Hauptmaterialien, mit denen Inge Gutbrod arbeitet. Das Licht bringt das Wachs zum Leuchten, aber zu viel Licht würde Wärme bedeuten und das Wachs zum Schmelzen bringen. Es ist so fragil wie faszinierend. So vielfältig wie stimmungs- und wirkungsvoll.

Mit ihren Lichtkunst-Installationen verwandelt die Künstlerin unser Stadtmuseum in ein ganz neues Licht. Die Räume werden gleich mit zum Exponat und gehen in jedem Fall eine schöne Symbiose ein. Manchmal ragen wachsene Gebilde aus der Wand, manchmal stehen sie skulptural im Raum.

Wir sehen viel Wachs-Weiß, aber auch knallige Farben, die jeden Raum in ein eigenes Licht tauchen. Davon können sich von heute an und noch bis zum 21. Oktober alle Besucherinnen und Besucher ein Bild machen. Apropos Bild: Neben denen aus Wachs gibt es noch weitere Exponate, deren Herkunft überraschen dürfte. Manches möchte man sich auf der Zunge zergehen lassen….  „Ausstellungseröffnung Inge Gutbrod: Last night I dreamed of falling sundrops“ weiterlesen

Konzert: Wind und Meer – MAGDUS

Ein tolles Konzert fand auf dem Hof des Künstlers Ulrich Möckel in Unterberg statt.

Festivalleiterin Dr. Susanne Schulte, Ulrich Möckel und seine Frau Dr. Andrea Brockmann u. stellv. Bürgermeister Dr. Rudolf Grothues (Foto: Sigrid Himmel)

Ob es Klänge so frei, als seien sie körperlos, spielt, als wehte ein Wind, oder melancholisch süße, auch bittere Melodien und Harmonien von existenzieller Schwere, immer prägt Könner- und Leidenschaft und ein profundes Einverständnis den Auftritt von MagDu. Und da das preisgekrönte Duo das ganze Leben in Originalwerken und Transkriptionen für Saxophon und Klavier preist, kommen Übermut und Humor, seliger Gesang, robuste Attacken und ekstatische Eskapaden oder klassisch Beschwingtes sowie jazzig Beswingtes in seinem Programm nicht zu kurz. Wer bei „Summertime“ schwelgt und bei „I’ve got rhythm“ groovt, erlebt mit MagDu gewiss auch Brahms‘ Tiefe und Heiterkeit und das, was Daniel Barenboim meinte, als er im Hinblick auf Debussys 100. Todestag in diesem Jahr über den großen französischen Neuerer der Musik (Die Welt, 25.03.2018) bemerkte: „Debussy ist, als ob Sie, wenn Sie Ihr Leben lang in den Bergen gewohnt haben, plötzlich am Meer stehen. Ohne es je vorher gesehen zu haben.“

Ausstellung zum 10. Todestag von Heinrich Gerhard Bücker in der Alten Lagerei

Sehr geehrter Herr Bücker-de Silva, liebe Familie Bücker-de Silva,

sehr geehrter Herr Pastor Wachowsky, meine sehr geehrten Damen und Herren,

Heinrich Gerhard Bücker war nicht nur Ehrenbürger der Stadt Beckum, er hat auch wie kein zweiter seinen künstlerischen Fuß- oder besser Handabruck in seiner Heimatstadt hinterlassen. Dass Sie nun anlässlich seines 10. Todestages einen Teil seines künstlerischen Nachlasses in dieser Ausstellung präsentieren, freut mich sehr. Gleichzeitig bin ich sehr neugierig, da in dieser Ausstellung auch Werke zu sehen sind, die bisher nicht veröffentlicht wurden. Es ist mir eine Ehre, Sie alle ganz herzlich im Namen der Stadt Beckum zur heutigen Ausstellungseröffnung begrüßen zu dürfen!

Für die Beckumerinnen und Beckumer meiner Generation kann ich sagen, dass wir mit Heinrich Gerhard Bückers Werken groß geworden sind. Ob es das Steinkühler-Denkmal auf der Nordstraße ist, der Nepomuk, der seinen Standort im Flussbett der Werse hat, der Pütt-Brunnen auf dem Marktplatz, der jüngst Gegenstand eines Bürgerentscheids war oder die bronzene Tür des Alten Rathauses, in dem das Stadtmuseum seinen Sitz hat, überall lässt sich die Handschrift des bedeutenden Beckumer Künstlers erkennen.

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„Gemeinsam – Miteinander. 550 Jahre Beckumer Bauknechte. 750 Jahre Kollegiatsstift St. Stephanus“

Mit dem Bundestagsabgeordneten Bernhard Daldrup im Gewand der ehemals einflussreichen Chorherren

Sehr geehrter Herr Dr. Gesing! Sehr geehrte Bauknechte und Baumägde! Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Es ist Sonntag Morgen, 11 Uhr im Stadtmuseum Beckum, das Haus platzt aus allen Nähten: Es ist Ausstellungseröffnung, die meisten hier im Raum sind schon oft zu diesem Anlass erschienen. Doch heute geht es nicht um zeitgenössische Kunst wie sonst üblich, sondern es geht um das Miteinander in unserer Stadt, um die Sorge füreinander, um Vielfalt und Gemeinsamkeit, um Gemeinschaft und um gegenseitige Unterstützung.

Die beiden Jubiläen, 750 Jahre Kollegiatstift St. Stephanus und 550 Jahre Bruderschaft der Beckumer Bauknechte bilden die Anlässe für diese besondere und wie ich finde spannende Ausstellung.

Wir blicken zunächst weit zurück ins Mittelalter und beginnen im Jahr 1267: Beckum ist eine blühende Ackerbürger- und Handelsstadt mit zirka 1.000 bis 1.500 Einwohnerinnen und Einwohnern. 43 Jahre zuvor wurde Beckum erstmals urkundlich als „Stadt“ erwähnt. Beckum ist umgeben von einer Stadtmauer mit 4 Stadttoren und 22 Wachtürmen sowie von weiteren Wallanlagen, die die Äcker umfassen, die rund um die Stadt bewirtschaftet werden.

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„Zusammenhang und Wiederkehr“ im Stadtmuseum

Verehrte Frau Fassel,

Ich grüße Sie alle sehr herzlich im Namen der Stadt Beckum. Ich freue mich, dass ich die neue Ausstellung in unserem Stadtmuseum heute eröffnen darf und ich heiße ganz besonders Sie, liebe Frau Fassel, herzlich willkommen.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
von heute an und bis zum 16. Juli werden hier Papierschnitte, Objekte und Skulpturen zu sehen sein, unter dem verheißungsvollen Titel „Zusammenhang und Wiederkehr“.

Das Werk von Silvia Fassel fasziniert. Und dabei liegen den Exponaten einfache, zigfach vorhandene Formen und Strukturen aus der Natur, der Landschaft oder der Architektur zugrunde. Woran andere achtlos vorübergehen, das fesselt die Künstlerin.

Sie greift Muster auf, um eine neue Ebene, eine neue Betrachtungsweise, eine neue Ästhetik zu schaffen. Das erreicht sie durch die Wahl des Ausschnitts, die Vergrößerung kleinster Strukturen oder auch  das Hervorheben einzelner Elemente. Man fragt sich unvermittelt: Wo habe ich so eine Struktur, so ein Gebilde schon einmal gesehen? Und entdeckt zugleich die Schönheit hinter den einfachen, einer Ordnung folgende Formation, Gebilden oder Schemata. Wo sind die Zusammenhänge? Wo ist das Wiederkehrende?

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Eröffnung der Ausstellung Kathrin Heyer: Rhizome. Malerei ? Druckgrafik ? Zeichnung.

Verehrte Frau Heyer, sehr geehrter Herr Dr. Gesing!

meine sehr geehrten Damen und Herren!

Liebe Kunstliebhaberinnen und Kunstliebhaber!

Ich grüße Sie alle sehr herzlich im Namen der Stadt Beckum. Ich freue mich, dass ich die neue Ausstellung in unserem Stadtmuseum heute eröffnen darf und ich heiße ganz besonders Sie, liebe Frau Heyer, herzlich willkommen. Es ist ja für Sie ein Heimspiel.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

„Rhizome“ ziehen seit heute durch diese jahrhundertealten Räume. Es scheint, als hätte die Natur sich dieses Gemäuer teilweise zurückerobert, so wie das bei einer Ruine im Laufe der Jahrzehnte geschieht.

Die Kunstwerke hängen nicht immer wohl geordnet an den Wänden oder stehen ehrwürdig auf einem Sockel. Sie beziehen sich aufeinander, Linien laufen einfach weiter, über Wand und Boden, einige Werke scheinen gar zerrissen.

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