Konzert: Wind und Meer – MAGDUS

Ein tolles Konzert fand auf dem Hof des Künstlers Ulrich Möckel in Unterberg statt.

Festivalleiterin Dr. Susanne Schulte, Ulrich Möckel und seine Frau Dr. Andrea Brockmann u. stellv. Bürgermeister Dr. Rudolf Grothues (Foto: Sigrid Himmel)

Ob es Klänge so frei, als seien sie körperlos, spielt, als wehte ein Wind, oder melancholisch süße, auch bittere Melodien und Harmonien von existenzieller Schwere, immer prägt Könner- und Leidenschaft und ein profundes Einverständnis den Auftritt von MagDu. Und da das preisgekrönte Duo das ganze Leben in Originalwerken und Transkriptionen für Saxophon und Klavier preist, kommen Übermut und Humor, seliger Gesang, robuste Attacken und ekstatische Eskapaden oder klassisch Beschwingtes sowie jazzig Beswingtes in seinem Programm nicht zu kurz. Wer bei „Summertime“ schwelgt und bei „I’ve got rhythm“ groovt, erlebt mit MagDu gewiss auch Brahms‘ Tiefe und Heiterkeit und das, was Daniel Barenboim meinte, als er im Hinblick auf Debussys 100. Todestag in diesem Jahr über den großen französischen Neuerer der Musik (Die Welt, 25.03.2018) bemerkte: „Debussy ist, als ob Sie, wenn Sie Ihr Leben lang in den Bergen gewohnt haben, plötzlich am Meer stehen. Ohne es je vorher gesehen zu haben.“

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