„Reste von gestern. Artefakte, Malerei, Objekte“

Verehrte Frau Sommer-Meyer, 

sehr geehrter Herr Prof. Dr. Beaugrand! Verehrte Gäste!

Ich begrüße Sie alle ganz herzlich auf der Vernissage zur neuen Sonderausstellung der Künstlerin Anne Sommer-Meyer unter dem Titel „Reste von gestern. Artefakte, Malerei, Objekte“. Ihnen allen, besonders der hier anwesenden Künstlerin, ein herzliches willkommen!

Sie alle wissen, dass unser sehr geschätzter Museumsleiter Dr. Martin Gesing nach einem schweren Unfall in der Klinik ist und deshalb heute nicht dabei sein kann. Vielleicht geht es Ihnen so wie mir und Sie denken heute anlässlich dieser Ausstellungseröffnung besonders an ihn. Wir haben im Erdgeschoss an der Glastür ein Plakat aufgehängt, das wir ihm als Genesungswunsch zukommen lassen wollen und ich lade Sie herzlich ein, auf dem Plakat zu unterschreiben. Ich übersende ihm von dieser Stelle alle guten Wünsche und hoffe, dass er so bald wie möglich wieder seine Aufgaben hier im Stadtmuseum übernehmen kann. 

Liebe Kunstfreundinnen und Kunstfreunde,

Reste von gestern.

Es ist ja hinlänglich bekannt, dass ein Eintopf viel besser am Tag nach dem Kochen schmeckt als direkt nach der Zubereitung, und dann werden die Reste in Nullkommanix verputzt. Was uns die Künstlerin Anne Sommer-Meyer von heute an und noch bis zum 27. Oktober „auftischt“, wird den Beckumerinnen und Beckumern und den hoffentlich zahlreichen auswärtigen Gästen gut schmecken. Davon bin ich überzeugt. Die „Reste von gestern“ sind mal süß und duftend, zumeist bunt, mal rund, mal eckig, manchmal sandig und auch dornig. 

Ihre Materialien sind uns allen wohl vertraut, Alltagsgegenstände, Spiele, Essbares, aber zumeist eben von gestern, aus einer früheren Zeit. Alte Würfel, Knöpfe oder Seifen, die – auch einzeln schon liebe- und kunstvoll gefertigt wurden – werden bei Anne Sommer-Meyer zu spannenden Kreationen, Objekten, die ganz unterschiedlich, aber immer neuartig auf uns wirken. 

Da werden Dominosteine zu großformatigen Holzbildern, ästhetisch und faszinierend, Mikados zu dornigen Kränzen. Aus einer Vielzahl Zuckerwürfelpäckchen entstehen eindrucksvolle Wandbilder, die unsere Wahrnehmung herausfordern, unsere Sinne ansprechen. Wie schön alte Seifen wirken, erst recht wenn sie zu großflächigen Bodenmalereien werden. Oder Knöpfe. Sie hören es, diese Ausstellung bringt mich ins Schwärmen. Ich bekomme Appetit auf mehr!

Ich freue mich sehr, dass die Künstlerin aus dem fernen Weinheim in Baden-Württemberg in Beckum ausstellt. Ich wünsche Ihnen für Ihre Ausstellung viel Erfolg! 

Ein herzliches Dankeschön gilt dem Team des Stadtmuseums für Organisation und Aufbau. Ich begrüße ganz herzlich Silvia Brede, die das Team des Stadtmuseums unterstützt, sie übernimmt die Organisation und Führungen. So auch durch diese Ausstellung. Sie wird sich gleich kurz selbst vorstellen. Liebe Frau Brede, willkommen im Team und gutes Gelingen!

Prof. Dr. Beaugrand aus Bielefeld hat sich dankenswerter Weise bereit erklärt, uns gleich in das Werk von Anne Sommer-Meyer einzuführen. Darauf bin ich schon sehr gespannt! 

Ich hoffe, dass die Ausstellung den hoffentlich zahlreichen Besucherinnen und Besuchern genau so gut bekommt, äh, gefällt wie mir und wünsche allen Anwesenden noch eine schöne Ausstellungseröffnung! 

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