Verabschiedung von Wilfried Röhler, St. Joseph-Heim Neubeckum

Sehr geehrter Herr Röhler,

Sehr geehrte Herren Pfarrer Rudzio und Linsen,

sehr geehrter Herr Dr. Goedereis,

sehr geehrte Herren Hövelmann, Marx und Dr. Stricker,

liebe Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter von Herrn Röhler als Leiter des St. Josefheims Neubeckum,

meine sehr geehrten Damen und Herren,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich im Namen der Stadt auf der Verabschiedungsfeier von Wilfried Röhler! Ich schließe mich den guten Wünschen und dem Lob meiner Vorredner zu 100 Prozent an und bedanke mich ganz herzlich bei Ihnen, lieber Herr Röhler, für Ihre aufopferungsvolle Arbeit, Ihren persönlichen Einsatz, Ihre Fachkompetenz.

32 Jahre (!) haben Sie das St. Josef-Heim Neubeckum, in zunehmender Intensität, geprägt, stetig ausgebaut und weiterentwickelt. Seit dem Jahr 2000 (zunächst kommissarisch, ab 2005 offiziell)haben Sie dieses große Haus geleitet. Damit hinterlassen Sie die vielbeschworenen großen Fußstapfen. Das gilt ganz sicher für Ihre Arbeit im Rahmen der übergeordneten Träger, die hinter St. Josef stehen und deren Vertreterinnen und Vertreter Sie heute in großer Zahl verabschieden, das gilt besonders aber auch für Ihre Arbeit in Beckum und Neubeckum, für Ihre Arbeit mit den Menschen vor Ort!

Wenn jemand wie Sie in den Ruhestand geht – und Sie haben ihn sich mehr als verdient – dann entsteht eine Lücke. Auch wenn Sie das Haus gut aufgestellt hinterlassen, so werden Sie ganz sicher schon am ersten Tag Ihres neuen Lebens hier vermisst. Und das haben Sie sich hier in vielen Jahren sehr guter Arbeit erworben. 

Ein Maßstab für gute Arbeit ist Qualität. Wer ein solches Haus leitet, braucht zudem Führungsstärke und Fingerspitzengefühl, ein offenes Ohr, für die betreuten Menschen, und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, und den Wunsch es nicht nur gut, sondern besser zu machen, Dinge auf den Weg zu bringen, zu verändern, anzupacken, auch und gerade wenn es schwierig wird. Sie haben in diesem Sinne hervorragende Arbeit geleistet. 

Ihnen liegen die Menschen am Herzen, das gilt für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Bewohnerinnen und Bewohner gleichermaßen. Aus eigener Anschauung weiß ich, dass Sie bei den vielen Begegnungen mit Rat und Verwaltung stets als verantwortungsvoller Kümmerer im besten Wortsinn, als offener Ansprech- und kompetenter Kooperationspartner in Erscheinung getreten sind.

Nicht zuletzt bei zahlreichen Feiern, ob Tag der offenen Tür oder Sommerfest, hatten auch Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Beckum die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen Ihrer Einrichtungen zu werfen. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Inklusion, denn so fördern Sie nicht nur die Begegnung, sondern auch das Verständnis füreinander!

Sie verlassen das St. Josef-Heim Neubeckum sehr gut aufgestellt, dazu haben Sie wesentlich beigetragen. Hinter dem Heim, das im Namen steckt, stehen ja gleich mehrere Häuser, eines wird zurzeit am Dalmerweg gebaut. Aber vor allem haben Sie gemeinsam mit Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Bewohnerinnen und Bewohnern ein Zuhausegeboten. Die Menschen, die in den Wohngruppen leben, haben ganz unterschiedliche Hintergründe und Erkrankungen. Ob sie behindert sind, teilweise mehrfach, an einer Suchterkrankung oder einer Demenz leiden: Die Therapien, Anforderungen und Konzepte dürften sehr unterschiedlich sein, entsprechend vielfältig müssen die Häuser, muss das Team sein. Doch der Handlungsmaßstab ist immer derselbe: es den Bewohnerinnen und Bewohnern so recht wie möglich zu machen, ihren Ansprüchen soweit wie möglich gerecht zu werden. 

Lieber Herr Röhler, ich bedanke mich für Ihre Tatkraft, für die Vielseitigkeit, für Ihre jahrzehntelange Arbeit! Sie sind damit ja auch ein Vorbild für andere, und das kann man gar nicht hoch genug aufhängen! 

Für Ihren Ruhestand wünsche ich Ihnen die Ruhe, die Sie brauchen, aber auch Ihre gewohnte Energie und den Elan, und natürlich gute Gesundheit. Über Ihre Zeit können Sie jetzt wieder mehr selbst bestimmen. Sie werden sie sicher gut ausfüllen. Sie leben ja hier, wir sehen uns! Alles Gute!

(Foto: S. Himmel)

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