Fairtrade

Aktionen zur Fairen Woche

Die Faire Woche hält auch auf den Wochenmärkten am Freitag in Neubeckum und am Samstag in Beckum Einzug. Für den konsumkritischen Spaziergang sind noch Plätze frei.

Umschläge an der Wäscheleine und Glücksrad auf den Wochenmärkten
Eine Wäscheleine voller „fairer“ Briefumschläge zum Mitnehmen hängt auf den Wochenmärkten in Beckum (Samstag) und Neubeckum (Freitag). Damit ist die Info-Aktion auch in Coronazeiten möglich. Die Briefumschläge enthalten Infomaterial zur Fairen Woche oder zum fairen Handel und kleine Überraschungen wie ein faires Schokolädchen oder einen Teebeutel aus dem fairen Handel zum Probieren. Wer beim Glücksrad der Steuerungsgruppe die 12 dreht, gewinnt einen Preis. Denn diese Zahl steht für das UN-Nachhaltigkeitsziel Nummer 12, das nachhaltigen Konsum sicherstellen soll. Auf lockere Art lernen Groß und Klein die Grundsätze der nachhaltigen Ziele und Produkte aus dem fairen Handel kennen. Zur Umsetzung dieses Ziels sind vor allem die entwickelten Länder gefordert. Als Ansatzpunkte werden etwa die nachhaltige Bewirtschaftung und effiziente Nutzung der natürlichen Ressourcen, eine Halbierung der Nahrungsmittelverschwendung sowie ein umweltverträglicher Umgang mit Chemikalien und Abfällen aufgeführt,. Auch Subventionen für fossile Brennstoffe sollen allmählich abgeschafft werden. Doch der Trend sieht leider anders aus: Der weltweite Materialverbrauch hat rapide zugenommen, ebenso wie der CO2-Fußabdruck pro Kopf, was die Erreichung dieses Ziels ernsthaft gefährdet. Dringende Maßnahmen sind geboten, um unsere natürlichen Ressourcen nicht übermäßig zu beanspruchen. Der weltweite Materialverbrauch belief sich auf 92,1 Milliarden Tonnen im Jahr 2017, verglichen mit 87 Milliarden im Jahr 2015 und 27 Milliarden im Jahr 1970.

Konsumkritischer Rundgang schärft Blick für Kinderarbeit
Für den konsumkritischen Rundgang am Samstag, 19. September mit Antje Ruhmann, Sprecherin der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt Beckum und Referentin für Kinderrechte und Kinderarbeit bei Terre des Hommes, anlässlich des Weltkindertages gibt es noch einige freie Plätze. Die Anmeldung ist kostenfrei bei der VHS Beckum möglich. Hier soll der Blick für Kinderarbeit geschärft werden. Viele Produkte unseres täglichen Lebens entstehen durch Kinderhand. Weltweit arbeiten etwa 152 Millionen Mädchen und Jungen, rund 73 Millionen von ihnen unter gefährlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Auch in Beckum konsumieren wir solche Produkte, oftmals ohne es zu wissen. Vielen bekannt ist die Ausbeutung von Kindern bei der Herstellung von Bananen, Kakao oder Kaffee. Darüber hinaus befasst sich der Rundgang mit der Produktion von Grabsteinen und Shrimps. Los geht‘s am Kleinen Weltladen der AGEW (Aktionsgemeinschaft Eine Welt) im Pfarrheim St. Stephanus um 11:00 Uhr. Es geht zum Steinmetzbetrieb Magera, wo es um Steine ohne Kinderarbeit geht, das Reformhaus Zurhorst und einen Fischstand auf dem Wochenmarkt. Dort endet der konsumkritische Spaziergang nach etwa 90 Minuten.

Die Faire Woche ist eine Veranstaltung in Kooperation mit der Volkshochschule Beckum.

Bild: Die Mitglieder der Steuerungsgruppe bereiten die Wäscheleine vor, die auf den Wochenmärkten zur Selbstbedienung hängen wird: v. l. Ina Schleebrügge, Rudolf Grothues, Antje Ruhmann, Gilbert Wamba und Annegret Kortmöller.

(Text und Foto: Stadt Beckum)

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