Verabschiedung von Pastor Günther Falkenberg

Sehr geehrter Herr Pastor Falkenberg!

Sehr geehrte Damen und Herren!

Wenn eine Kirchengemeinde ein Mitglied des Seelsorgeteams verabschiedet, so betrifft dieses Ereignis auch die politische Gemeinde, denn es gibt viele Schnittstellen zwischen den Pfarrgemeinden und der Stadt Beckum. Deshalb darf ich Ihnen, verehrter Pastor Falkenberg, heute im Namen der Stadt Beckum für alles danken, was Sie in den 9 Jahren Ihres Dienstes in Neubeckum für die Kirchengemeinde St. Franziskus und für die ganze Stadt Beckum getan haben. 

Wir sind uns in dieser Zeit bei vielen Gelegenheiten begegnet: Ob bei der Gratulation zu Geburtstagen und Jubiläen, bei Eröffnungen und Umbaumaßnahmen kirchlicher Einrichtungen oder wie zuletzt beim Freibadfest. Auch beim Moscheefest haben wir uns regelmäßig getroffen und damit komme ich zu einem Schwerpunkt Ihrer Arbeit. Ökumene und interreligiöser Dialog liegen Ihnen nämlich in besonderer Weise am Herzen. 

In diesem Bereich haben Sie die Roncallischule in den vergangenen Jahren in besonderer Weise unterstützt und viele Aktionen begleitet. Hier werden Sie eine Lücke hinterlassen, die ganz sicher nicht so schnell zu schließen ist. Auch im Arbeitskreis interreligiöser Dialog haben Sie aktiv mitgewirkt, z.B. bei der Eröffnung des alljährlichen Festes der Kulturen, wo Sie das Gebet der christlichen Glaubensgemeinschaften gesprochen haben. 

Als Seelsorger haben Sie die Mitglieder der St. Franziskus-Gemeinde in vielen schönen, aber auch in schweren Stunden begleitet. So sind viele persönliche Beziehungen entstanden.Schon diese kleine Aufzählung macht deutlich, dass Ihr Tätigkeitsfeld breit war und so werden viele Neubeckumerinnen und Neubeckumer Sie vermissen, genauso wie Sie selbst sicherlich auch mit Wehmut gehen. 

Während „normale“ ArbeitnehmerInnen in Deutschland mit spätestens 67 Jahren in den Ruhestand treten, scheint diese Altersgrenze für Priester nicht zu gelten, wobei in Ihrem Fall ohne Frage der Beruf aus Berufung ergriffen wurde, wodurch eine besondere Motivation entsteht. Als Pastor der Gemeinde St. Franziskus haben Sie auch in Ihrem Alter noch einen gut gefüllten Kalender gehabt. Mit der heutigen Verabschiedung können Sie einen Gang zurückschalten, denn als Emeritus in der St. Marien-Gemeinde in Telgte werden Sie weniger Aufgaben wahrnehmen als bisher. 

Hierfür wünsche ich Ihnen, dass Sie mit Zufriedenheit auf Ihre aktive Zeit als Priester zurückblicken, dass Sie es genießen können, von den Pflichten und Aufgaben des Pastors befreit zu sein und dass Sie noch lange so gesund bleiben, dass Sie sich mit Freude Ihren Hobbys und Aktivitäten widmen können.

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