Letzte Entlassfeier der Städtischen Realschule

Liebe Schülerinnen und Schüler, besser gesagt, liebe ehemaligen Schülerinnen und Schüler, ich gratuliere Ihnen allen ganz herzlich zum Schulabschluss!

Und ich grüße auch alle Eltern und Geschwister, die Schulleiterin Elisabeth Suer, die Lehrerinnen und Lehrer, die Sie dabei lange Jahre unterstützt haben!

10 Schuljahre liegen nun hinter Ihnen, 6 davon gemeinsam hier an der Städtischen Realschule. Damit haben Sie einen Großteil Ihres Lebens als Schülerinnen und Schüler zugebracht. Es geht also ein wichtiger Lebensabschnitt für Sie zu Ende.

Ihr Jahrgang ist etwas Besonderes. Schon allein deshalb, weil die Realschule hinter Ihnen die Tür schließen wird. Es sind nach Ihnen keine Jahrgänge mehr nachgewachsen. Ihre Schule wurde immer kleiner und wird in dieser Form nicht weiterbestehen. Aber das haben Sie vielleicht gar nicht so sehr wahrgenommen, da mit der Sekundarschule im selben Gebäude ja etwas Neues aufgebaut wurde. Und es ist ja so: Wo immer etwas beendet wird, entsteht etwas Neues. Das gilt auch für das, was vor Ihnen liegt.

Auf Ihrer Einladung spielen Sie auf die wundervolle Erzählung von Antoine de Saint-Exupéry an: „Und nun machen wir es wie der kleine Prinz, verabschieden uns und werden zur Erinnerung.“

Nun, Sie werden sich gewiss immer an Ihre Schulzeit, an die Lehrerinnen und Lehrer und aneinander erinnern. Sie verabschieden sich heute und verlassen wie Teilchen in einer Zentrifuge Ihren bisherigen gemeinsamen Mittelpunkt, ziehen in alle Richtungen, damit Ihre Zukunft als Auszubildender, als Schüler an einer anderen Schule, als sogenannter „Bufdi“ beginnen kann.

Um bei diesem Bild zu bleiben: Ich hoffe für Sie alle, dass Sie dabei aber nicht an den Rand, nach außen gedrängt werden, sondern dass es für Sie immer weiter nach vorne geht, dass Sie auf diesem Weg Ihre Mitte finden, Ihr Ziel. Ich glaube, sein Ziel zu kennen, ist heute eine besondere Herausforderung. Vielleicht haben Sie ja das Glück, dass Sie etwas magnetisch anzieht und Sie wissen schon, was Sie nach den Sommerferien machen werden, eine Ausbildung beginnen oder weiter zur Schule gehen. Andere sind vielleicht noch auf der Suche nach dem richtigen Weg. Das, lieber Abschlussjahrgang, ist ganz normal.

Eines haben Sie schon erreicht: das Klassenziel oder besser das Schulziel. Sie haben die zentrale Abschlussprüfung erfolgreich absolviert und halten (bald) das Abschlusszeugnis in der Hand.

Ganz gleich, was Sie machen: Es ist wichtig, mit Eifer und Geduld, mit dem Ziel vor Augen, seinen Weg zu gehen, seinen eigenenWeg zu gehen. Ich wünsche Ihnen möglichst geringe Widerstände und niedrige Hürden auf Ihrem Weg.

Eines kann ich Ihnen versichern: Die Gesellschaft braucht Sie. Ich verweise noch einmal kurz auf das Bild von der Zentrifuge, denn Sie müssen gar nicht so weit hinausziehen – gerade hier in Beckum gibt es jede Menge erfolgreiche Unternehmen, die auf engagierte junge Menschen warten. Vielleicht müssen Sie auf dem Weg zu Ihrem Ziel einen Umweg gehen, und vielleicht eine weitere Schule besuchen oder eine Ausbildung machen, die noch nicht 100-prozentig Ihren Wünschen entspricht. Aber, wer sich auf den Weg macht, ist seinem Ziel schon ein ganzes Stück näher.

Ich komme auf die Erzählung vom kleinen Prinzen zurück. Das wohl bekannteste Zitat aus diesem Büchlein ist das Folgende: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

Ich wünsche Ihnen, dass Sie auf Ihrem weiteren Lebensweg immer das Richtige für sich sehen und erkennen, dass Sie mit dem Herzen wahrnehmen und dann mit Kopf undHerz Entscheidungen treffen. Dann sind Sie auf dem richtigen Weg. Ich wünsche Ihnen für Ihre Zukunft alles Gute und weiterhin eine schöne Abschlussfeier!

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