Schule

Verabschiedung von Ellen Greiwe

Verehrte Frau Greiwe, 

sehr geehrter Berthold Lülf, liebe Schulgemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich im Namen der Stadt Beckum und bedanke mich für die Einladung und damit für die Möglichkeit, Ihr außerordentliches Engagement als Schulleiterin der Gesamtschule Ennigerloh-Neubeckum zu würdigen, liebe Frau Greiwe!

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

Schulen sind besonders lebendige Orte. Auf den Fluren und auf dem Schulhof herrscht – vor allem zwischen den Stunden – reges Treiben, im Unterricht geht es, wenn alle gut bei der Sache sind, ebenfalls lebhaft zu. 

Schulen sind so lebendig, weil sich hier junge Menschen entwickeln, weil sie hier groß werden, ihre Persönlichkeit entfalten, voneinander, aber natürlich vor allem von den Lehrerinnen und Lehrern, lernen. 

Doch die Gesamtschule Ennigerloh-Neubeckum ist hier in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes, und diesen Prozess haben Sie, verehrte Frau Greiwe, von Anfang an begleitet und maßgeblich gestaltet. 

Denn die Schule selbst ist gewachsen, bis heute, und das an 2, eigentlich ja sogar 3 Standorten. Dieses besondere Konstrukt zu leiten, ist eine große Herausforderung, die Sie vorbildlich gemeistert haben.

Ihre „Schulen“, an dieser Stelle nutze ich ganz bewusst den Plural,  sind gewachsen in Bezug auf die Jahrgänge und die stetig zunehmende Zahl der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrerinnen und Lehrer. 

Da galt es immer wieder aufs Neue zusammenzuwachsen. Ihre Schulen sind zugleich räumlich immer größer geworden. Im Schuljahr 2012/13 sind am Standort in Neubeckum, einer ehemaligen Hauptschule, 3 Klassen gestartet, 5 waren es in Ennigerloh, mit Ihnen als Schulleiterin. 

Entsprechend klein war zu diesem Zeitpunkt das Kollegium. In Neubeckum stand der Bau einer neuen Mensa an, die 2 Jahre später bereitstand. In Neubeckum wurde der Neubau im Dezember 2017 eingeweiht. Und auch in Ennigerloh wurde die Schule stetig erweitert. Ihre Arbeit war stark geprägt von Baustellen, von Platzbedarfen, passgenauen Räumlichkeiten für Unterricht und Personal, sowie auch von der Integration immer neuer Menschen in den Schulalltag.

Jetzt ist die Schule voll aufgebaut, mit 18 Klassen allein in Neubeckum. In Ennigerloh, dem Standort mit Oberstufe, macht der erste Jahrgang im nächsten Jahr sein Abitur. 

Doch schon vor dem Wachsen der Schule stand die Entwicklung einer Konzeption auf Ihrem Stundenplan: Sie haben das Lehr- und Lernkonzept aufgestellt, das unter anderem Differenzierungsmöglichkeiten vorsieht. 

Das Konstrukt, eine interkommunale Gesamtschule zu leiten, bedeutete noch ganz andere Herausforderungen: Sie hatten es immer mit 2 Schulträgern zu tun, die eigens für diese Schule den Schulzweckverband gegründet haben. Ganz praktisch ist das auch deshalb eine besondere Situation, weil Sie und das Kollegium viele Fahrzeiten in Kauf nehmen mussten und müssen. Eine solche Schule zusammenzuhalten, Schülerinnen und Schüler auf der einen Seite, Lehrpersonal, Sekretariate, Hausmeister auf der anderen Seite so mitzunehmen, dass man sich aber doch als eine Schule begreift, das erfordert die ganze Persönlichkeit, dafür braucht man Teamgeist und ein kommunikatives Wesen. 

Dafür haben Sie eine 1 plus verdient. Denn das ist eine Mammutaufgabe. Und dazu waren Sie immer ansprechbar und nahbar. Sie haben viel gestaltet, mit klarem Stil gelenkt. Zu alledem kann ich nur sagen: Hut ab! 

Zudem haben Sie mit dem Kollegium das Schulprofil immer weiter geschärft, die Gesamtschule ist erfreulicherweise „Schule ohne Rassismus“, sie nimmt am „Kulturrucksack“ teil, und natürlich gibt es viel zu regeln um etwa die Inklusion voranzutreiben. 

Verehrte Frau Greiwe, die Gesamtschule Ennigerloh-Neubeckum ist für die Zukunft gut aufgestellt. Sie ist auf vielfältige Weise modern und bietet den Schülerinnen und Schülern die besten Voraussetzungen zu reifen und zu wachsen. Und das liegt zu einem Gutteil an Ihnen. Sie haben sie aufgebaut und zu einem tollen Lernort gemacht.

Dafür gebührt Ihnen große Anerkennung! Ich spreche Ihnen im Namen der Stadt Beckum meinen herzlichen Dank aus! 

Diese Schule hat Ihr Leben und Ihren Alltag in den letzten 8 Jahren bestimmt. Davor waren sie bis 2008 als 2. Rektorin 10 Jahre an der Realschule Beckum tätig. Der Stadt Beckum und unserer Schullandschaft sind Sie also schon lange verbunden.

Nun wird Ihr Tag nicht mehr vom Takt der Schulklingel bestimmt. Ich wünsche Ihnen alles Gute für Ihren neuen Lebensabschnitt, Gesundheit, Glück und viel Energie für neue Pläne! Genießen Sie die Zeit, die jetzt wieder mehr Ihnen gehört! 

Nochmals ganz herzlichen Dank für Ihren Einsatz und die gute Zusammenarbeit!

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