Regionale und kommunale Wirtschaftsentwicklung

Dipl.-Geogr. Kerstin Jochimsen (NRW.Bank Düsseldorf), Dr. Rudolf Grothues und Prof. Dr. Ulrike Grabski-Kieron (Professorin für Orts-, Regional- u. Landesentwicklung/Raumplanung, Münster) (Foto: NRW.BANK / Yavuz Arslan)

„Anforderungen an kommunale und regionale Wirtschaftsförderungen in der Zukunft“ war der Titel des Hauptreferates des gleichnamigen Thementages einer Tagung der NRW.Bank auf Haus Nottbeck in Oelde-Stromberg. Prof. Dr. Ulrike Grabski-Kieron vom Institut für Geographie, Lehrstuhl für Orts-, Regional- und Landesentwicklung der Westf. Wilhelms-Universität Münster verdeutlichte in ihrem Vortrag, dass es viele unterschiedliche Typen vom ländlichen Raum gibt, und genauso unterschiedlich muss auf die Bedürfnisse der Wirtschaftsförderung eingegangen werden.
Für mich als Geographen, aber auch als stellv. Bürgermeister einer Stadt, die im ländlichen Raum angesiedelt ist, war diese Veranstaltung von besonderem Interesse. Auch der Austausch mit vielen anderen Bürgermeistern Westfalens, beispielsweise aus Oelde, Beelen, Schmallenberg, Nordwalde, Langenberg oder Werdohl, birgt immer wieder neue Erkenntnisse.

Frau Prof. Dr. Grabski-Kieron stellte heraus, dass interkommunale Zusammenarbeit in der Zukunft immer wichtiger werden wird: Zu einer „starken Basis“ (eigene Gemeinde) gehört auch ein „starker Verband“ (die Region). Neben Bestandspflege und Standortpolitik ist eine wichtige Aufgabe der Wirtschaftsförderung auch die der Moderation zwischen den Akteuren einer Stadt und einer Region.
Ihr Vortrag wurde ergänzt durch Ausführungen von Mitarbeitern der Wirtschaftsförderungen Kreis Warendorf und Kreis Soest sowie von Prof. Dr. Dr. Olaf Kühne, Geograph und Direktor des Instituts für Landeskunde im Saarland.
Für alle Kommunen gilt es, die Attraktivität des Standortes zu erhalten und zu steigern. Wesentliche Bausteine dafür sind die kommunale Infrastruktur, das Arbeitskräfteangebot und die Ausbildung. Viel diskutiert wurde über den Ausbau von regionalen Netzwerken aber auch die kommunale Finanzierung von Wirtschaftsförderungsmaßnahmen.
Organisiert wurde die Veranstaltung von der NRW.Bank, die vor Ort durch Ralph Ishorst (Münster) und Kerstin Jochimsen (Düsseldorf) vertreten war.

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