Die NRW-Stiftung stellt dem Verein Mühlenfreunde Ennigerloh e. V. für die Errichtung einer Remise auf dem Windmühlenanger eine Förderung in Höhe von bis zu 50.000 EUR zur Verfügung und finanziert damit rd. die Hälfte der Baukosten.

Die Ennigerloher Windmühle ist eines der markantesten historischen Bauwerke der Stadt. Um dieses bedeutende technische Denkmal zu retten, gründete sich am 3. April 2008 der Verein „Mühlenfreunde Ennigerloh e. V.“ mit dem Ziel, die Mühle umfassend zu sanieren und sie als lebendigen Ort für Kultur, Bildung und Gemeinschaft wieder nutzbar zu machen. In den folgenden Jahren wurde die Mühle in mehreren Sanierungsphasen restauriert: Tragende Balken und Innenbereiche wurden erneuert, die Haube, Fenster und Türen überarbeitet, neue Stahlflügel angebracht und Außengelände sowie Technik instandgesetzt. Die Restaurierung erfolgte mit Unterstützung der NRW-Stiftung, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Bezirksregierung Münster, der Stadt Ennigerloh sowie zahlreicher Sponsoren und
Förderer. Insgesamt investierten die Vereinsmitglieder und Förderer zehntausende Arbeitsstunden und mehrere hunderttausend Euro in die Wiederherstellung. 2013 konnte die Mühle nach fast 90 Jahren Stillstand wieder Getreide mahlen.

Das bestehende Ensemble aus Mühle und Backhaus soll nun durch die Errichtung einer Remise nach historischem Vorbild ergänzt werden. Die Remise ist als Bauwerk in Fachwerkbauweise geplant und orientiert sich gestalterisch eng am Backhaus. Vorgesehen ist die Verwendung alter, aufgearbeiteter Materialien wie Fachwerkständer, Ziegel, Eichenholz, alte Stallfenster, Deelensteine sowie Tonpfannen
und Docken für die Dacheindeckung. Die Remise soll dauerhaft zur Ausstellung mühlenaffiner Geräte wie historischer Mahlwerke, Getreidefegen, Waagen und Mühlsteine dienen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt darauf, diese Technik nicht nur zu zeigen, sondern auch in Funktion zu demonstrieren, etwa beim Schärfen von Mühlsteinen. Zusätzlich sollen die Räume bei größeren Veranstaltungen wie
Mühlenfesten oder Märchentagen unterstützend genutzt werden.

Bild: Vorstandsmitglied Karl Peter Brendel und Regionalbotschafter für den Kreis Warendorf, Dr. Rudolf Grothues, bei der Besichtigung der Mühle. (Foto: Die Glocke, 15.04.2026, D. Schomakers)

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